Was sind Pütten?

Pütten sind Außendeichgewässer an der Oste – Wasserflächen, die durch Sand- und Kiesabbau oder als natürliche Altarme des Flusses entstanden sind. Sie liegen zwischen dem Deich und dem Flussbett und werden bei Hochwasser überschwemmt. Diese Übergangszone zwischen Land und Wasser ist ein ökologisch wertvoller Lebensraum.

Die Pütten sind Rückzugsgebiet für zahlreiche Vogelarten, besonders während der Frühjahrs- und Herbstzüge. Hier rasten Enten, Gänse, Schwäne, Watvögel und gelegentlich seltene Gäste wie der Löffler oder der Seeadler.

Quelle: AG Osteland, Adelsblatt

Die Pütte Kranenburg

Eine der bekanntesten Pütten liegt direkt unterhalb des historischen Burgplatzes der Kranenburg. Die Verbindung ist kein Zufall: Die Burg wurde bewusst nahe des Flussübergangs errichtet – und der Übergang lag dort, wo die Geografie einen natürlichen Anlegeplatz bot. Heute ist die Pütte Kranenburg ein beliebter Ausgangspunkt für Vogelbeobachtungen und Ausflugsfahrten mit dem Püttenhüpper.

Mehr zum Püttenhüpper – Flachboot für die Oste

Naturschutz und Familie Marschalck

Die Familie Marschalck hat die Entwicklung der Pütten als Naturraum aktiv unterstützt. Hubertus von Marschalck war über Jahrzehnte in Gremien aktiv, die sich mit dem Erhalt und der Pflege dieser Wasserflächen befassen. Der von ihm initiierte Püttenhüpper macht das Gebiet für Gäste des Ferienparks Geesthof erlebbar – als Alternative zur reinen Agrarlandschaft.

Quelle: Adelsblatt 2026

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